Der Blasii Friedhof

Westlich, stadtauswärts, eingebettet zwischen zwei Hügeln liegt der kleine, romantisch anmutende Blasii-Friedhof. Obwohl dieser Friedhof heute nicht mehr außerhalb der Stadt liegt, sondern von Wohngebäuden umgeben ist, wirkt er dennoch wie ein Ort des Friedens und der Stille.

Das Alter des Blasii-Friedhofs kann nicht mehr festgestellt werden, da die Archvalien nichts darüberAussagen bzw. nicht mehr vorhanden sind. Unter freiem Himmel steht ein steinerner Altar, vor diesem wurden Trauerfeiern abgehalten.

Wie durch ein Wunder hat sich dieses Grabmal in Form eines Porzellanbuches (0,28 x 0,18 m) erhalten

 Aus Sicherheitsgründen befindet es sich jetzt in der Domküsterei.Es sollte für die Zukunft ein würdiger Platz gefunden werden.

 

Ein Jugenstil-Grabmal von 2,10 m hoch und 2,30 m breit. Auf zwei Pfeilern ruht ein leicht geschwungener Giebel, in der Mitte desselben ist eine kartuschenähnliche Plakette angebracht. Der Giebel zeigt rechts und links typische Linienführungen des Jugenstils. Das Grabmal selbst weist im mittleren Teil einen steinernen Korb mit steinernen Rosen gefüllt auf.

Darunter befindet sich die Gedenktafel. Rechts und links des Grabmales sind geschwungene Seitenteile, ebenfalls mit der Linienführung des Jugendstil . Abschließend stehen pfostenähnliche Pfeiler, die am oberen Ende jeweils ein Oval aufweisen, mit Blattwerk geschmückt.
 
 

Drei nebeneinander aufgerichtete Grabsteine in unterschiedlicher Höhe, weisen auf Golgatha (Kreuzingungsgruppe) hin. In der Mitte der große Stein und rechts wie links ein kleiner Stein. Jeweils mit ovalen Schrifttafeln versehen. Eine seltene und gut durchdachte Darstellung.

 

Gehen wir den St. Blasii-Friedhof bis zum hinteren Ende, treffen wir auf einen etwa 1,00 m hohen und 1,86 m breiten Altar aus Sandstein.( bereits am Anfang erwähnt)

Auf der Vorderseite des Altars befindet sich ein hervorgehobenes Schriftbild:

Sei getreu – Bis in den Tod

Auf dem Altar liegt eine aufgeschlagene Bibel aus Sandstein. Sie hat die Maße 0,61 m x 0,38 m. Hinter dieser Sandstein-bibel steht ein eisernes Kreuz, 1,70 m hoch und 1,00 m breit. Der senkrechte Balken dieses Kreuzes zeigt im oberen Teil einen Sternenkranz, im unteren Teil zwei Palmenzweige. Die Balkenenden sind verziert mit Schmuckelementen aus der Gotik (hier Neogotik)

 

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Wie gemauertes aus Sandstein bestehendes Grabmal. Die Inschrift ist leider nicht mehr lesbar. Es wird vermutet das diesem Grabmal einer Wäscherin zum Gedenken aufgestellt wurde.

Dieser Grabstein wurde mit aller Sorgfalt geborgen und auf dem Marktfriedhof auf der Urnengemeinschaftsgrabanlage zum Gedenken aufgestellt.

 

Leider ist dieser Brunnen auf dem Blasii-Friedhof in einem sehr schlechtem Zustand. Dennoch sollte dieser 3,00 m breite und 1,50 m hohe Brunnen nicht weiter dem Zerfall preisgegeben werden. Auf dem vorderen Brunnenrand sind Eichenlaub und Eichelfrucht aufgearbeitet. Die Hinterfront ist gegliedert in drei Öffnungen als Wasserrinne gedacht und in der Mitte eine fensterähnliche, in dieser steht ein Kelch.

Über der Hinterfront steht der Satz:

-Vergiss die Lieben toten nicht-

Gebaut wurde dieser Brunnen ca. zwischen 1910-1920